Freitag, 27. April 2007

Hitzetipps von Jörg Bunert

Rhein-Ruhr-Marathon wird heiß

Am Samstag ab 11 Uhr startet das heiße Marathon-Wochenende. Zunächst gehen die rund 250 Schüler beim "AOK-Schüler-Lauf" auf die 4,2 km lange Strecke rund um die MSV Arena an den Start, bevor dann am Sonntag ab 8 Uhr zunächst die Inliner beim Rhein-Ruhr-Marathon die 42,195 km lange Strecke durch das Stadtgebiet bevölkern. Um 9 Uhr gegen dann die Halbmarathon-läufer an den Start und schließlich um 9:15 Uhr die Marathonis.

Bekanntlich wird es dann für die Bürgerinnen und Bürger zu zahlreichen Einschränkung im Stadtge-biet. Dazu hat der Stadtsportbund Duisburg und der LC Duisburg als Ausrichter wieder eine Hotline bei Call Duisburg unter 940094, wo man Informationen zum Streckenverlauf und zu Umleitungsempfehlungen erhält.

Dass es im wahrsten Sinne das Wortes ein heißes Wochenende wird, dafür sorgt auch das Hochdruckgebiet Silvia. Bei Temperaturen jenseits der 20 Grad, wird sich jeder Läufer freuen, wenn neben den 17 Versorgungsstationen auf der Strecke die Bürger der Stadt Duisburg in privaten Initiativen Getränke anreichen und Läuferduschen einrichtet.

Darüber hinaus empfiehlt Jörg folgende Hitzetipps für die Teilnehmer:

Tipps für einen Hitzemarathon von Jörg Bunert

Wichtig ist vor allem, dass man von seiner "geplanten" Zeit Abstand nimmt. Der Lauf sollte nicht ein Angriff auf eine neue Bestzeit sein. Das kann böse Folgen für das Ergebnis (und auch für die Gesundheit) haben. Und hier nun meine weiteren Tipps für ein sonniges Marathon-Erlebnis:

1. Den Lauf, das schöne Wetter und die Zuschauer in einem sehr moderaten, den Temperaturen an-gemessenem Tempo genießen! Etwa eine halbe bis eine Minute pro Kilometer langsamer laufen als bei kühlen Temperaturen. Dann wird der Lauf zu einem unvergesslich schönen Ereignis.

2. Das Frühstück sollte sich nicht wesentlich von dem normalen, gewohnten unterscheiden. Kaffee, Wasser, Brot mit Marmelade. (Kein Ei, keine Wurst). Spätestens zwei Stunden vor dem Lauf ist der Tisch abgedeckt.

3. Vor dem Start nicht in der Sonne aufhalten und reichlich Wasser trinken (gut ½ Liter). Wichtig ist, früh genug mit dem Trinken während des Laufes zu beginnen. Unbedingt jede Wasserstation ansteuern. Auch schon nach fünf Kilometern reichlich trinken, selbst wenn man keinen Durst hat. Viele Läufer nutzen einen Getränkegürtel. Das ist gut, wen man länger unterwegs ist und trotz der zahlreichen Getränkestationen einen hohen Flüssigkeitsbedarf hat. Lieber stehen bleiben und trinken, als im Laufen alles zu verschütten.

4. Schwämme sollten mitgenommen und bei jeder Möglichkeit vollgetunkt werden. Mit den Schwämmen befeuchtet man sich zunächst den Kopf und anschließend Arme und Beine. Auch sollte man von den aufgestellten Duschen Gebrauch machen. Die Feuchtigkeit schadet allerdings den Füßen mitunter, weil sie eine Blasenbildung hervorrufen kann. Deshalb: Die Füße und alle Stellen am Körper, die scheuern können, gut mit Hirschtalg einreiben.

5. Günstig für Hitzeläufe sind Laufkappen. Sie halten die Sonne ab und weisen an den Seiten eine löcherige Struktur auf.

6. Sehr wichtig ist auch die Zufuhr von Kohldydratkonzentraten (Powergel) auf den letzen 20 Kilometern. Da der Körper sehr viel an Salzen, Spurenelementen und Mineralien durch das Schwitzen verliert, können die wichtigen, leistungsnotwendigen Substanzen vom Körper schnellstens wieder über die Magenschleimhäute aufgenommen werden. Einem 4-Stunden-Läufer rate ich etwa 3-4 Powergels ab KM 25 an. Unbedingt die Gels auch mit viel Wasser aufnehmen. Halbmarathonläufer, die länger als 2 Stunden benötigen, sollten auch ab KM 15 ein oder zwei Gels zu sich nehmen.

7. Nach dem Lauf wieder reichlich trinken. Mein Tipp: Neben Wasser ist Cola im Ziel angeraten. Die Cola schäumt im Magen auf und belastet ihn deshalb weniger. Zudem belebt sie den Kreislauf.

8. Nach dem Zieleinlauf den Schatten aufsuchen, die Beine hochlegen und sich sehr zufrieden im Erfolg sonnen.

Quelle: Pressemitteilung