Düsseldorf Marathon

Mittwoch, 5. Dezember 2007

Ausreichendes Training wird eingefordert!

Deutsche Laufveranstalter verabschieden Fragenkatalog zur Gesundheit

Die deutschen Laufveranstalter haben auf der Jahrestagung von German Road Races (GRR) in Palma de Mallorca (1./ 2. Dezember) einstimmig einen "Fragenkatalog zur Gesundheit" verabschiedet. Vor dem Hintergrund einiger Todesfälle bei Laufveranstaltungen in Deutschland haben die in der Interessengemeinschaft der großen deutschen Laufveranstalter zusammengeschlossenen Mitglieder ihre Bedenken um die Fitness und die Gesundheit der Läufer zum Ausdruck gebracht.

Mediziner erstellen Fragenkatalog

Gestützt durch die vorherrschenden Auffassungen führender Mediziner und sportmedizinischer Institute in Deutschland ist ein Fragenkatalog entstanden, der bei den großen Laufveranstaltungen in Deutschland Bestandteil der Teilnahmebedingungen werden soll. Darüber hinaus haben sich die GRR-Mitglieder für ein Medizinisches Kompetenzteam ausgesprochen, dass von dem Münsteraner Dr. Ralph Schomaker zusammengestellt wird. Der Marathon-Rennarzt des Münster-Marathons hatte bei der GRR-Jahrestagung vor den Vertretern von 31 Laufveranstaltungen zum Thema "Herztod - Prävention beim Marathon" referiert.

Gesundheits-Check und Eigenverantwortung

Die GRR-Empfehlung sieht nicht nur einen "Gesundheits-Check" vor, der im Zweifel die potentiellen Teilnehmer an Lauf-Veranstaltungen, ungeachtet der Streckenlänge, zu einer sportmedizinisch-kardiologischen Untersuchung auffordert, sondern auch an die Eigenverantwortung der Läufer appelliert und auch ein ausreichendes Ausdauertraining einfordert. Die GRR-Veranstalter sehen in ihrer Empfehlung für Neueinsteiger auf der Marathondistanz mindestens eine Vorbereitungszeit von eineinhalb bis zwei Jahren vor und warnen ausdrücklich vor so genannten Schnellschüssen.

Der GRR-Fragenkatalog steht auf der Internetseite des METRO Group Marathon Düsseldorf zum Download bereit unter: http://www.metrogroup-marathon.de/fileadmin/Image_Archive/
Dokumente/fragenkatalog_gesundheit.pdf

Quelle: Pressemitteilung