Dienstag, 15. Mai 2007
Spendenlauf zum Deutschen Eck
Extremsportler absolvieren den RZ-Mittelrhein-Marathon für einen guten Zweck
Bildquelle: © Mittelrhein Marathon
Claudia Weber und Thomas Wenning haben den RZ-Mittelrhein- Marathon bereits hinter sich. Allerdings außer Konkurrenz, im Vorfeld der Veranstaltung am 16. und 17. Juni. Als 14. von 16 Marathons in Serie haben die beiden Extremsportler die 42,195 Kilometer am Mittelrhein absolviert, für einen guten Zweck.
"Wir laufen für Beine", lautet der Slogan des "längsten Spendenlaufs Deutschlands", den Weber und Wenning am Wochenende hinter sich gebracht haben. In 16 Tagen sind die beiden Extrem-Ausdauersportler aus Bocholt in 16 Bundesländern 16 Marathons gelaufen. Die meisten davon auf den Originalstrecken bestehender Marathonveranstaltungen, aber außerhalb des eigentlichen Wettbewerbs.
"Der RZ-Mittelrhein-Marathon war landschaftlich einer der schönsten", erklärten sie am Ziel am Deutschen Eck in Koblenz. Ihr Radbegleiter Henryk Bernard vom Marathon-Organisationsteam konnte dies bestätigen: "Sie haben es ruhig angehen lassen und die Strecke genossen." Doch hatten Weber und Wenning nur wenig Zeit, um durchzuatmen: "Jetzt müssen wir weiter, nach Frankfurt, zum vorletzten Lauf", sagte Thomas Wenning. Es standen noch die Marathons durch die hessische Metropole und abschließend in Dortmund auf dem Programm - die sie ebenfalls gut zu Ende brachten.
Mit ihrem Projekt, das in Rheinland-Pfalz von Ministerpräsident Kurt Beck als Schirmherr begleitet wurde, sammeln die Sportler für Menschen, die im Kosovo und in Albanien Arm- und Beine verloren haben, durch Kriege oder auch Landminen. "Wir wollen mit der Organisation ,Handicap' einen Beitrag dazu leisten, dass gerade Kinder eine Möglichkeit haben, wieder ein normaleres Leben führen zu können", sagt Claudia Weber.
Die Idee zum Spendenlauf kam den Athleten bei einer Ausdauerlauf-Veranstaltung, bei der sie eine beinamputierte Zuschauerin kennen lernten. Ihr "Marathon ohne Grenzen" bedurfte danach ein halbes Jahr Planungszeit und einige Koordination mit ihren Arbeitgebern, den Veranstaltern vor Ort und Sponsoren. Für den guten Zweck erliefen sie letztlich nahezu 20000 Euro. "Und", sagt Wenning, "es war eine tolle Erfahrung." Bei allen Strapazen, die selbst für Extremläufer 16 Mal 42 Kilometer in 16 Tagen bedeuten, würden sie "nicht sofort, aber bald wieder starten". Am 17. Juni sind sie am Mittelrhein wieder dabei: "Wir laufen wie in den Vorjahren wieder mit beim RZMittelrhein- Marathon", erklärten die Beiden.
Informationen zum Spendenlauf unter www.marathon-ohne-grenzen.de; Spenden für die Aktion an Handicap International, Kontonummer 516, Bank für Sozialwirtschaft, Bankleitzahl 700 205 00, Kennwort: Marathon ohne Grenzen



