GORE-TEXT Transalpine-Run 2007
Mittwoch, 5. September 2007
Hartes Duell in der Men-Kategorie
Wetterbedingte Streckenänderung beim GORE-TEXT Transalpine-Run
Bildquelle: © GORE-TEXT Transalpine-Run 2007
Nach der sonnigen Etappe gestern, folgte in der letzten Nacht ein starker Wetterumbruch: die Temperaturen sanken auf -6 bis 4°C im Tal drastisch und die Schneefallgrenze fiel auf ca. 2100 Meter. Die Route musste daher aus Sicherheitsmassnahmen gekürzt und leicht geändert werden, da gerade die Schneefelder knapp unterhalb der Jamtalhütte (2165 m) den Teilnehmern viel Kraft und Energie genommen hat.
Am Besten an diesem Tag ist zum wiederholten Male das Duo Paolo Larger und Luca Miori vom Team "La Sportiva - Sport am Platz" (ITA) zurechtgekommen. Nur 3:22:57 Minuten benötigten sie für die 32,19 km lange Strecke ins Schweizerische Scuol im Unterengadin. Aber die Entscheidung um den Tagessieg fiel nur wenige Kilometer vor dem Ziel: Max Frei und Heinrich Prokesch (Comnet-Running - Laufmagazin) aus Deutschland lagen noch am Anfang des letzten Abstiegs gleichauf mit den überragenden Italienern und erreichten Scuol nur mit 35 Sekunden Rückstand (3:22:32 Stunden). Zum ersten Mal gelang heute Heinrich Prokesch und Harald Gschandegger vom "Team Erste Bank Versicherungs Makler" der Sprung aufs Stockerl mit einer Zeit von 3:31:04 Stunden.
Dass es heute ein wirklich hartes Duell auf einer schweren Strecke war, bestätigte vor allem Paolo Larger: " Max und Hartwig waren wirklich stark heute. Wir konnten sie erst kurz vor dem Ziel abschütteln". Auf dieser schweren Strecke hatte es kein Läufer einfach, aber gerade diese Abwechslung gefiel den Teilnehmern und machte diese Etappe zu einem wirklichen Alpinen Erlebnis. "Wir sind nur Tagesläufer, kommen aber mit der Regeneration gut klar und auch mit den Wetterverhältnissen. Heute die Etappe war reine Euphorie, gerade der starke Wind und das Schneetreiben hatte etwas ganz besonderes. Wir sind mit vier anderen Teams in der Spitzengruppe gelaufen und es ging immer besser, vor allem am letzten Anstieg haben wir Gas gegeben" so der zufriedene Max Frei.
"Team Meran 2000" auch an Tag 4 nicht zu schlagen
Die beiden Italienerinnen Irene Senfter und Annemarie Gross haben wieder eine unglaubliche Leistung auf dieser Etappe gezeigt. Ihnen schien der Schnee gar nichts auszumachen, denn sie überquerten schon nach 4:25:06 Stunden die Ziellinie. Ebenfalls absolut Schneetauglich sind Brigitte Schiebel und Antje Schuhaj ("Team X-Socks Women"). Ihre Zeit lag bei 4:31:59 Stunden und somit festigten sie ihren zweiten Rang in der Womens-Kategorie vor dem "Team Rückenwind Innsbruck". Die beiden Österreicherinnen Kathrin Sojer und Monika Öttl verloren heute wieder ca. 20 Minuten auf die Zweitplatzierten und haben bei einer heutigen Zeit von 4:51:52 Stunden nun schon über eine Stunde Rückstand in der Gesamtwertung.
Spannendes Duell zwischen Titelverteidiger und Leader
Einen spannenden Dreikampf gab es heute in der Mixed-Kategorie: Die drei Erstplatzierten Teams ließen sich für eine lange Zeit nicht aus den Augen. Doch am 11km langen Schlussabstieg entschieden Josef Wachter und Gaby Steigmeier ("Team Galtür") die Etappe für sich in 3:54:36 Stunden. "Nach der zweiten Verpflegungsstation am Alp Laret haben wir versucht richtig anzuziehen. Dann beim Abstieg wurde Gaby auch noch von einer Biene gestochen, gegen die sie eigentlich allergisch ist. Vielleicht gab uns das noch die nötige Kraft", so Wachter.
Ebenfalls zufrieden waren auch die Titelverteidiger Magdalena Schiffer und Markus Friedl vom "Naturpark Lechtal" (3:55:51 Stunden). Magdalena kam mit einem Lächeln im Gesicht ins Ziel: "Es war ein Traum heute. Einfach Wahnsinn. Wir sind im Schnee immer an Josef und Gaby dran geblieben. Die wechselnden Geländeformen waren wirklich aufregend und herausfordernd". Mit dieser Leistung verbesserten sie sich in der Gesamtkategorie und verdrängten "Team Etoile De Neige" von Rang zwei. Julia Alter und Christian Fatton verloren den Anschluss beim Anstieg zum Alp Laret (2202 Meter). Sie wurden auch noch von Resi Zepf und Rainer Bitzer ("Team Ultra Sports Nikerunners") überholt, die zeitweise sogar dem Führungsduo Paroli bieten konnten. Mit der Zeit von 4:07:08 Stunden belegten sie den dritten Platz und dürfen somit zum ersten Mal bei der Siegerehrung aufs Podest. "Wir haben Julia und Christian am letzten Stück bekommen. Wir wollten so gerne einmal aufs Podium - und jetzt hat es wirklich geklappt", so Bitzer.
Wurzer/Innerkofler nicht zu stoppen
Auch bei dieser Etappe waren die beiden Italiener vom "Team Asv Niederdorf Salomon" in ihrer Kategorie nicht zu schlagen. Sie liefen von Anfang an ein zügiges Tempo, auch durch die schweren Passagen des heutigen Tages. Mit ihrer Zeit (3:28:07 Stunden) kann sich kaum ein anderes Team messen, daher verteidigen sie auch souverän ihren zweiten Rang im Gesamtklassement. Zweiter wurden Dr. Thomas Miksch ("Blt Laufsport Saukel-Haglöfs") in 3:35:08 Stunden vor dem Britischen "Team Mynydd Du" mit Markus Palmer und Dave Finn (3:40:08 Stunden).
Vorschau Etappe 5: Bergsprint in Scuol
Am fünften Tag sind besonders die Bergläufer unter den Teilnehmern gefragt: Bei einem Bergsprint von Scuol auf den 2.142 Meter hohen Motta Naluns, zählt neben Ausdauer und Kondition vor allem die Technik der Läufer. Der steile Anstieg von 6,19 km und 870 Höhenmetern auf unebenem Untergrund, wird den Sportlern alles abverlangen.



