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Dienstag, 14. April 2009

Rückblick Globus Marathon St. Wendel 2009

Streckenrekorde und Frühlingsgefühle

Je einmal Kenia, Russland, Weißrussland und Deutschland, so liest sich die Siegerliste des dritten Globus-Marathons Sankt Wendel. Rund 3000 Läufer gingen am ersten Sonntag im April bei frühlingshaften Bedingungen an den Start.

Finish des St. Wendel Marathon 2009

Finish des St. Wendel Marathon 2009.

Glücklich waren am Ende fast alle. Die Organisatoren, die wieder viel Lob für die Premium-Qualität ihrer Arbeit erhielten, die vielen Teilnehmer, die die Stolle Stimmung genossen und am meisten der Sieger. Beim Globus-Marathon in St. Wendel wurde für den Tempomacher Geoffrey Gikuni aus Kenia ein Traum wahr. Eigentlich sollte der 25jährige nur 30 Kilometer mitlaufen. Doch zwei Stunden und 14 Minuten später lief er als Marathonsieger ins Ziel. Und das mit neuem Streckenrekord.

Während bei den Männern Gikuni und Vasil Remshuk (Ukraine) lange um den Sieg wetteiferten, war die Russin Sviatlana Kouhan die haushohe Favoritin und wurde ihrer Rolle 42 Kilometer lang gerecht. Nach 1:20:03 Minuten für 21 Kilometer durfte die Russin sogar noch auf eine Zeit unter 2:40 Stunden hoffen. Doch auf der zweiten Hälfte war sie zwei Minuten langsamer. Ihre Siegerzeit: 2:42:05 Stunden. Spannung gab es im Kampf um die folgenden Plätze. Vier Läuferinnen durften sich nach der Hälfte noch Hoffnungen machen, einen der beiden verbleibenden Podestplätze zu erklimmen. Mit mehr als einer Minute Vorsprung ging Nicole Woysch von Tri-Sport Saar-Hochwald, die bei den saarländischen Halbmarathon-Meisterschaften als Vizemeisterin in 1:24:35 Stunden auf sich aufmerksam gemacht hatte, auf die zweiten 21 Kilometer. Dahinter folgten mit der Sankt-Wendeler Premieren-Siegerin Tanja Hooß (LTF Marpingen) und Kerstin Alaimo (SV Schlau.com Saar 05 Saarbrücken) zwei weitere Saarländerinnen.

Beim Halbmarathon der Männer war Andrej Gordeev Alleinunterhalter. Der Weißrusse, der für den LCC Wien startet, ließ zu keinem Zeitpunkt des Rennens einen Zweifel daran aufkommen, dass diesmal auch ein als Halbmarathonläufer gemeldeter Teilnehmer gewinnen würde. Gordeev schraubte den Sankt Wendeler Streckenrekord auf 1:04:43. Hinter Nothum sicherte sich Stefan Schu aus Oberthal die Wertung für den besten Saarländer in 1:11:25 Stunden. Josefa Matheis konnte immer lächeln. Ihr Sieg über den Halbmarathon in 1:22:40 Stunden schien ihr nicht allzu schwer zu fallen, obwohl diese Zeit ebenfalls Streckenrekord bedeutet. Jedenfalls musste man im Ziel fast fünf Minuten auf die Konkurrentinnen warten. Heike Alaimo aus Ottweiler sicherte sich in 1:27:27 Stunden das zweite Treppchen. Im Kampf um den dritten Platz setzte sich die ehemalige Senioren-WM-Dritte Gabriele Celette vom LC asics Rehlingen in 1:28:57 Stunden gegen Heike Brücker-Boghassian (1:28:57) und Ursula Sinnewe (1:30:52, beide SV Schlau.com Saar 05 Saarbrücken) durch.

Wer in Sankt Wendel läuft, der wird getrieben von Tausenden gut gelaunter Zuschauer und von toller Stimmung getragen. Die Organisatoren haben den Marathon in nur drei Auflagen zu einem Musiklauf gemacht. Mehr als 39 Bands machten diesmal an der Strecke Tempo. Viele Teilnehmer betätigen dem Team um Bürgermeister Klaus Bouillon, dass auch bei viel größeren Läufen ein solches Ambiente nicht erreicht wird. Das macht den Marathon in St. Wendel einzigartig und wird ihm auch in den kommenden Jahren eine treue Läuferschar und Fangemeinde bescheren.

Textquelle: Pressemitteilung; Bildermaterial: © Veranstalter
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