Über 500 Aktive konnten die Veranstalter des Fichtelgebirgsmarathon 2009 erstmals auf den Strecken über die Halb- und Volldistanz in Wunsiedel begrüßen. Die Teilnehmer waren beim Geburtstags-Marathon von der schönen Strecke durchs Fichtelgebirge und der tollen Organisation begeistert!
Der Fichtelgebirgsmarathon für über den Schneeberg, der die 1.000 Höhenmetermarke knackt.
Eine gelungene Geburtstags-Veranstaltung konnten die Organisatoren und Teilnehmer des 10. Fichtelgebirgsmarathon 2009 im namensgebenden Fichtelgebirge feiern. Zur zehnten Auflage war es den Veranstaltern gelungen, ein Rekordteilnehmerfeld auf die Strecke zu schicken. Auch beim Halbmarathon ab Leupoldsdorf konnten mehr Teilnehmer als 2008 begrüßt werden. Die Halbdistanz verläuft auf der zweiten Streckenhälfte des Marathon und finisht ebenfalls im Fichtelgebirgsstadtion.
Bereits um 8.30 Uhr machte sich das über 260 Läufer starke Marathonfeld am Weißenstädter See auf den 42zwei Kilometer langen Weg nach Wunsiedel. Das entspricht einer Steigerung von über 10 % gegenüber dem Vorjahr. Nach einer Aufwärmrunde um den Weißenstädter See kam auch gleich der erste Anstieg, der sich bis zum Gipfel des Schneebergs bei Kilometer 10 hinzog.
Einzig das Wetter zeigte sich nicht von seiner optimalen Seite. Zwar blieb es, wie von den Metrologen gemeldet, weitgehend trocken, aber auf dem Weg zum höchsten Punkt des Fichtelgebirges, dem 1050 Meter hohen Schneeberg, wurden die Läufer von einem starken Regenschauer klatschnass.
Hirtenhorn - Nebelhorn
Nicht nur den Regen mussten die Marathonis aushalten. Je höher es hinausging, desto dichter wurde der Nebel. Am Schneeberg-Gipfel konnte man keinen Fernblick genießen! Noch nicht einmal die Antennen waren zu sehen und manchmal hatte man Schwierigkeiten den Vordermann zu erkennen. Großes Hallo gab es beim Bläser des Hirtenhorns auf dem Schneeberggipfel. Bereits unterhalb des Gipfels kündigten seine Melodien in Regen und Nebel das unsichtbare Dach des Marathons an. Weiter unter lichtete sich Nebel wieder und verhalf zu mystisch-romantische Waldimpressionen des Fichtelgebirges.
Seehaus: Schnitzel und Weißbier gibts woanders
Danach bergab - bis Tröstau. An der Verpflegungsstelle Seehaus wurde gab es alles, was das Läuferherz begehrte. "Schnitzel und Weißbier gibt's woanders!" Und immer weiter bergab. Immer weiter durch den Wald, an dessen Rand man erst kurz vor Tröstau kam! In Tröstau am Gasthaus Post eine letzte Stärkung, bevor es über die Kösseine ging.
Viel Regen in den Tagen vor dem Fichtelgebirgsmarathon und Waldarbeiten hatten einen Streckenabschnitt an der Kösseine beträchtlich in Mitleidenschaft gezogen. Bei einer letzten Kontrollfahrt am Morgen des Marathons musst der Wagen des Streckenchefs sogar noch von einem Traktor aus dem Schlamm gezogen werden. Auch an anderen Stellen waren die Spuren des heftigen Regens zu sehen. Das Veranstalter-Team um Peter Karl hatte die Gefahrenstellen jedoch perfekt mit Farbe und Absperrbänder entschärft.
Nach Kösseine und Bad Alexandersbad mäanderte die Strecke durch Getreidefelder endgültig Richtung Ziel. Nach 42zwei landschaftlich wunderschönen Kilometern durch das Fichtelgebirge - der Streckenbereich liegt übrigens im Naturpark Fichtelgebirge - finishten die Aktiven im Fichtelgebirgsstadion in Wunsiedel.
Horst Preissler fühlte sich gut
Ins Fichtelgebirge kommen die Läufer immer gerne wieder. Nicht nur Horst Preissler, der in seinem Leben mehr Marathons absolvierte als jeder andere Mensch auf diesem Planeten. Es war ja nicht sein erster Fichtelgebirgsmarathon und gefallen hat es ihm wie den anderen Läufer auch. Hanseatisch trocken mit "gut" beantwortete er die Frage auf sein Befinden nach dem Auf und Ab durch die Mittelgebirgslandschaft.
Wie gesagt: Nicht nur Horst Preissler kam 2009 gerne wieder nach Wunsiedel. Es gab auch viele andere sind Wiederholungstäter. Ein knappes Dutzend haben sogar alle zehn Läufe mitgemacht! Und das nicht, weil der Marathon in der Nachbarschaft liegt. Seit zehn Jahren reisen sie aus Tschechien und sogar aus dem Saarland Jahr für Jahr immer wieder an.
Selbst in der Ferne hat sich die Veranstaltung einen Namen gemacht. Auch aus Singapore und Amsterdam starteten Läufer 2009 beim Fichtelgebirgsmarathon. Die Gründe: Übereinstimmend wurde unter den Läufern die hervorragende Organisation gelobt, die landschaftlich reizvolle Route und das läuferisch herausfordernde Profil. Es gibt sicherlich viele Läufer, die sich schon heute auf den 11. Fichtelgebirgsmarathon 2010 freuen.
Auch Sieger kommen gerne wieder - Klaus Wießner triumphierte erneut
Bereits zu Beginn des Anstiegs zum Schneeberg konnten sich zwei Läufer vom Marathon-Hauptfeld absetzten. Beide keine Unbekannten, beide konnten sich schon in der Vergangenheit in die Siegerlisten des Fichtelgebirgsmarathon eintragen: Klaus Wießner und Harald Schricker. Über den Schneeberg-Gipfel und bis zur Kösseine konnten beide den Vorsprung kontinuierlich ausbauen. Nach Tröstau, im zweiten Anstieg zur Kösseine musste Schricker dem hohen Tempo jedoch Tribut zollen und das Rennen aufgeben. Der mehrfache Sieger Klaus Wießner dominierte fortan den Marathon nach belieben und konnte den 10. Fichtelgebirgsmarathon 2009 so mit fast sieben Minuten vor dem zweitplatzierten Jürgen Stangl finishen.
Ergebnisse:
Marathon, Herren
1. Klaus Wießner Lauffreunde Gößweinstein 02:49:15
2. Jürgen Stangl Kein Verein 02:55:56
3. Dr. Daniel Beha CIS Amberg 02:59:45
Marathon, Damen
1. Angela Frisch ESV Lok Adorf 03:41:09
2. Anne Schmuck Kein Verein 03:46:34
3. Dagmar Kubrová Hvezda SKP Pardubice 03:51:44
Halbmarathon, Herren
1. Matthias Flade SC Münchberg / NewBalance 01:14:53
2. Rügdiger Bauer SGB Stadtsteinach 01:19:03
3. Stefan Macht LG Hallerstein-Schwarzenbach 01:19:36
Halbmarathon, Damen
1. Blanka Jiranova AC Moravska Slavia Brno 01:29:57
2. Miriam Marusiakova PIM RC, Prague 01:35:11
3. Brigitte Bärnreuther FSV Großenseebach 01:40:14
Die vollständigen Ergebnislisten finden sich auf der Website des Fichtegebirgsmarathon unter www.fichtelgebirgsmarathon.de