Ötscher Ultramarathon
Donnerstag, 25. Juni 2009
ESPA Ötscher Ultramarathon 2009
Jordanischer "Wüstenfuchs" überzeugt auch bei Regenwetter
Bildquelle: © Rainer Mirau/Veranstalter
Am ersten Tag galt es 50 Km in einem der schönsten Naturparks Europas mit 1850 Höhenmeter zu bewältigen. Dabei ging es in einer großzügigen Runde um den Ötscher herum, wobei die berühmten Ötschergräben, die zu Recht mit den tollsten Canyons verglichen werden, eine von vielen Natursehenswürdigkeiten darstellen. Dafür hatten die LäuferInnen nur wenig Zeit, mussten sie sich doch ob der schwierigen Wetter- und Wegverhältnisse auf ihre nächsten Schritte konzentrieren.
Die jordanische Stammgäste freuten sich zwar über die für sie seltenen Regenbedingungen, kämpften dafür aber mit der Kälte. Ihr Weltklasseläufer Al Aqra Salameh, erst unlängst Gesamtdritter beim berühmten Saharamarathon und bereits mehrmals Sieger am Ötscher, ließ sich aber nicht aus der Ruhe bringen und konnte diese erste anspruchsvolle Tagesetappe mit sensationellen 3:59:51 als Erster beenden. Bereits 11 Minuten dahinter der Waidhofener Andreas Fuchsluger vor dem Lokalmatador Heinrich Prokesch aus Lunz .Schnellste Dame war die Favoritin und Crocodil Trophy-Siegerin (ein Mehrtages-Mountainbikerennen in Australien) Anita Waiß aus NÖ mit 4:40 vor der Ungarin Ildiko Wermescher und der Lunzerin Helga Pölzlbauer, die als Spezialistin für rasches Bergablaufen bekannt ist.
Nach einer ausgiebigen Sonnwendfeier mit toller Feuershow und Feuerwerk ging es am zweiten Tag über den "Rauen Kamm", dem Bergrücken des Ötschers, wo bei einigen Kletterstellen, die von der lokalen Bergrettung optimal abgesichert wurden, auch Trittsicherheit und Schwindelfreiheit gefordert wurde. Unter den Ultraläufern ließ sich auf dieser etwa 20 km langen und1150 Höhenmeter umfassenden Etappe Al Aqra trotz der neuerlich schwierigen und vor allem rutschigen Bedingungen den Gesamtsieger nicht mehr nehmen und siegte mit einer Gesamtzeit von 5:53:46 vor Prokesch ( 6:07:40) und dem mit einer phantastischen Zeit von 1:52:04 schnellsten Ultraläufer des zweiten Tages, Karl Neuhold (6:08:56).Bei den bergerprobten Ladies blieb die Reihenfolge unverändert, wobei die Bestzeit von Anita Waiß von 6:56:05 auch ein Top- Ten- Resultat bei den Männern ergeben hätte.
Der zweite Tag wurde auch mit "frischen" Startern als eigener Bewerb namens "ESPAÖTSCHER- MOUNTAIN-RUN" für die österreichische Berglaufmeisterschaft gewertet. Da konnte Gerhard Hötschl mit tollen 1:40:18 den Hattrick erzielen, bereits 8 Minuten dahinter Josef Dißlbacher vor dem Ultraläufer Karl Neuhold. Schnellste Dame war bereits zum wiederholten Male die Lokalmatadorin Mario Kapuscinski mit 2:10:20, die schon als Vizeweltmeisterin im Langdistanzberglauf von sich hören ließ. Hinter der Ultraläuferin Anita Waiß (2:15:27) landete die Schitourenrennläuferin Evelyne Lachner mit 2:21:41 auf Rang drei.
Dem Veranstalter Herbert Egger, selbst früher weltweit als Ultraläufer unterwegs, wurde mit dem einstimmigen Tenor der LäuferInnen " wir kommen gerne 2010 wieder" wohl das tollste Kompliment für die gelungene Organisation gegeben werden. Über sensationelle Aufnahmen durch das ORF- Kamerateam freute sich auch Franz Gschiegl, Vorstand des Hauptsponsors ERSTE-SPARINVEST, der selbst bereits zum elften Mal finishte und in seiner Klasse mit 7:59 auf Rang 2 (Gesamtrang 19) landete. Einen längeren TV-Bericht gibt es am Sonntag, den 28.6. im Sportbild um die Mittagszeit. Heinrich Prokesch wird gesamt Zweiter!








