Beeindruckende 1.135 Höhenmeter auf einer Strecke von 10,4 Kilometern bewältigten die Teilnehmer bei der zweiten Austragung des Harakiri-Run. Insgesamt kämpften 113 Läufer, fast doppelt soviele wie im Jahr zuvor, um den heißbegehrten Sieg.
Beim Harakiri Berglauf war nach einer kurzen Runde durch Mayerhofen Schluss mit flach - das Finale führte über die steilste Piste Österreichs ins Ziel an der Penken-Bergstation.
Das internationale Starterfeld war noch hochkarätiger besetzt und die Siegerzeit des Vorjahres wurde unterboten. Gerade 50:39 Minuten benötigte der Erstplatzierte Ahmet Arslan (Türkei) für die 10,4 Kilometer lange Route mit 1.135 Höhenmetern. "Der Harakiri Berglauf Grand Prix am Sonntag in Mayrhofen war in der zweiten Auflage des Events so stark besetzt, dass er sich schon jetzt die Bezeichnung "Monte Carlo der Berglaufszene" verdient hat", erklärt Extrembergläufer und Lokalmatador Markus Kröll erfreut.
Die Läufer standen entspannt am Start im Foyer des neugebauten Europahaus Mayrhofen. Konzentriert und souverän, fast schon meditativ warteten die Profis auf das große Rennen. Unter ihnen waren Weltklasse-Athleten wie Danijela Cernic (Kroatien), Brandy Erholtz (USA), Gerhard Frick (Italien), Isaac T. Kosgei (Kenia), Markus Kröll (Österreich) oder der dreifache Staatsmeister Alex Rieder (Österreich). Hier traf sich die absolute Elite des internationalen Berglaufes aber auch ambitionierte Sportler, die sich mit den Besten der Besten messen wollten. Läufer aus 18 Nationen waren mit dabei, der älteste unter ihnen war Fritz Hippman, der mit 80 Jahren den Harakiri Hill souverän bezwungen hat. "Der diesjährige Harakiri Berglauf Grand Prix in Mayrhofen war in meinen Augen eine kleine Weltmeisterschaft", unterstreicht der 7-fache Berglaufweltmeister Jonathan Wyatt (Neuseeland) das hohe Niveau der Veranstaltung bei der Siegerehrung. Der Vorjahres- Erste erreichte das Ziel nur 30 Sekunden nach Ahmet Arslan aus der Türkei. Tomo Sarf, Leiter der Weiterentwicklung bei der World Mountain Running Association (WMRA), ist von dem Event in Mayrhofen begeistert: "Der Harakiri Run ist ein Rising Star unter den Bergläufen, dem die Zukunft gehört."
Kaum ein Wort ist unter dem Startbogen gefallen, Schweißperlen standen den Athleten bereits vor dem Lauf auf der Stirn. Die Luft knisterte vor lauter Anspannung. Ein lauter Knall war das Startzeichen für die 113 Läufer. Mit einem für Hobbysportler kaum vorstellbaren Tempo, das sie bis ins Ziel hielten, sprinteten sie los. Doch die Anstrengung spiegelte sich deutlich in den Gesichtern wider. "Im Ziel angekommen fühlt man sich, als ob man auf einem anderen Planeten ohne Sauerstoff wäre", erklärt Markus Kröll nach dem Harakiri Run. "Wir Läufer gehen weit über unsere persönlichen Grenzen hinaus. Schmerz und Leid sind treffende Worte für das, was wir empfinden, wenn wir einen Wettkampf bestreiten. Harakiri ist das japanische Wort für Bauchschneiden, das ebenso Schmerz und Leid bedeutet. Es ist also kein Zufall, dass der Berglauf in Mayrhofen Harakiri Run heißt."
Mit dem Harakiri Berglauf Grand Prix haben es die Veranstalter geschafft, ein Event der Extraklasse nach Mayrhofen zu holen. Der Harakiri Run wurde von der World Mountain Running Association bereits bei der Premiere als A Level eingestuft. Er ist dadurch Teil des Weltcups und die Läufer erhalten dafür wertvolle Punkte. "Daneben gibt es weitere Beweggründe, warum es so viele Athleten zu uns zieht. Vielen der Teilnehmer gefällt es hier sehr gut", erklärt Andreas Lackner, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Mayrhofen/Hippach. "Die beeindruckende Aussicht, die großartige Natur und Bergwelt, die einzigartige Atmosphäre, unsere Gastfreundschaft aber auch die Nähe zu den Topstars. Worauf ich allerdings besonders stolz bin, ist, dass der Harakiri Run den Spitznamen Monte Carlo des internationalen Berglaufes erhalten hat."
Die ausführlichen Ergebnisse auf der Website der Veranstaltung unter www.mayrhofen-harakiri.com.