"Run Vienna - Enjoy Classic": Die Wiener Philharmoniker mit dem berühmten Finale der 9. Symphonie Beethovens und eine Filmpremiere, die den Vienna City Marathon in außergewöhnlicher Perspektive zeigt, sind die kulturellen Eckpunkte des VCM 2010.
Kulturbeflissene Strecke: Auch die Wiener Oper - auch Heimat weltbekannten Operballs - liegt an der Strecke des Vienna City Marathon.
Vom "Mozart Marathon" bis zu einem Konzert der Wiener Sängerknaben, von umjubelten Auftritten der Wiener Philharmoniker bis zu klassischer Musik an der Laufstrecke: Der Vienna City Marathon (VCM) hat in den vergangenen Jahren viele Akzente im Bereich der Kultur gesetzt. Diese Aktivitäten werden im Jahr 2010 verstärkt fortgeführt. Die Wiener Philharmoniker unter der Leitung von Christian Thielemann im Wiener Konzerthaus sowie die Premiere des Kinofilms "Der Räuber", der u.a. beim Vienna City Marathon gedreht wurde, sind die kulturellen Eckpunkte beim VCM 2010.
Klassik bringt Aufmerksamkeit und Teilnehmerplus
"Wir haben uns im Sommer 2005 gefragt, wie sich der Vienna City Marathon definieren soll. Es war klar, dass Teilnehmerzahlen und Siegerzeiten wichtig sind, aber den vielfältigen Dimensionen des Laufsports nicht alleine gerecht werden", beschreibt Veranstalter Wolfgang Konrad den Hintergrund. "Das Ergebnis war die Verbindung von Laufen und Kultur. Als Marathon in der Welthauptstadt der klassischen Musik hat der VCM in Partnerschaft mit den Wiener Philharmonikern ein unverwechselbares Gesicht bekommen. Diese Positionierung hat uns viel Aufmerksamkeit gebracht und ist auch für das mehrjährige Plus bei den Teilnehmerzahlen mitverantwortlich. Heuer erwarten wir eine Rekordbeteiligung von deutlich über 30.000 Läuferinnen und Läufern." Der bisherige Höchstwert liegt bei 30.072 gemeldeten Teilnehmern im Jahr 2008.
Wiener Philharmoniker begeistern mit berühmtem Beethoven-Finale
Die Partnerschaft des Vienna City Marathon mit den Wiener Philharmonikern ermöglicht auch 2010 ein außergewöhnliches Musikereignis. Für VCM-Teilnehmer und deren Begleiter steht das weltberühmte Finale mit der "Ode an die Freude" aus Ludwig van Beethovens 9. Symphonie am Programm. Die Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Wiener Konzerthaus ist eine offene Probe. Die Besucher haben also die einmalige Gelegenheit, das Orchester bei der Vorbereitung auf ein Konzert zu beobachten. Es gilt, sich die Plätze im Großen Saal des Wiener Konzerthauses zu sichern, um am 15. April, drei Tage vor dem VCM, eine der populärsten klassischen Kompositionen mit dem berühmtesten Orchester der Welt unter der Leitung von Christian Thielemann zu erleben. Dieser VCM-Abend der Wiener Philharmoniker ist eine Benefizveranstaltung zugunsten der Erdbebenopfer in Haiti, der Initiative "Atemberaubend" zur Heilung von Lungenhochdruck und des Projekts "VORLAUT" zum gemeinsamen Singen und Musizieren von Kindern und Jugendlichen.
Einzigartige Verbindung von Laufen und Kultur
Einmal mehr verbindet damit der Vienna City Marathon die vielfach als getrennt gesehenen Bereiche von Kultur und Sport zum Vorteil für beide Seiten: Es wird neues Publikum für die klassische Musik begeistert. Zudem erhalten die Läuferinnen und Läufer aus ganz Österreich sowie insgesamt 100 Nationen ein attraktives Angebot, um das Kulturleben von Wien kennen zu lernen. Dass die Ausrichtung des Vienna City Marathon große Wertschätzung findet, unterstreicht auch der Pausenfilm beim diesjährigen Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker. Am 1. Jänner wurden dabei eingebettet in kulturelle und touristische Highlights von Wien auch Szenen vom VCM an ein Millionenpublikum gesendet.
Kinopremiere für Marathonmann & Räuber
Die Einbindung des Filmes "Der Räuber" in den Vienna City Marathon eröffnet ein weiteres Kultursegment und unterstreicht die Ausstrahlung des VCM über den engeren Sportbereich hinaus. Ausgezeichnet mit dem Bayerischen Filmpreis und im Wettbewerb der Berlinale mit hervorragenden Kritiken bedacht, wurden Teile des Films beim Vienna City Marathon 2008 gedreht. "Dies ist ein weiterer Schritt, um das Bewusstsein für den VCM als Inszenierung im öffentlichen Raum zu erhöhen. Die Atmosphäre des Renntages in Wien wird im "Räuber" auf außergewöhnliche Weise dargestellt", freut sich Veranstalter Wolfgang Konrad über die Zusammenarbeit.
Drahtseilakt mit eindrucksvollen Szenen
Der Film von Benjamin Heisenberg basiert auf der wahren Geschichte des Wiener Bankräubers und Läufers Johann Kastenberger (im Film: Rettenberger), die der Autor Martin Prinz als Vorlage für einen Roman genommen hat. Obwohl der "Räuber" weder in der Realität noch im Buch am Vienna City Marathon teilgenommen hat, wurde für den Film der VCM als ausdrucksstarker Schauplatz gewählt. Sowohl für das Marathonteam wie für die Filmcrew war der Dreh ein logistischer Drahtseilakt, wie VCM-Organisationsleiter Gerhard Wehr ausführt: "Es mussten Schauspieler, Mitarbeiter und Equipment während des Rennens an Stellen des Marathons gebracht werden, an denen es am Renntag sonst absolut kein Durchkommen gibt. Dazu stand für den Zieleinlauf von Hauptdarsteller Andreas Lust am Heldenplatz nur ein sehr kurzes Zeitfenster zur Verfügung, um den "normalen" Marathon nicht zu beeinflussen." Wie im Film in eindrucksvollen Szenen zu sehen ist, hat die Zusammenarbeit bestens funktioniert. Die Bilder, unterlegt mit einem rasenden Rhythmus, vermitteln ein großes Tempo, einen Ausnahmezustand in der Stadt, ein rauschendes Fest, in dem die Protagonisten bejubelt und an ihre Grenzen getrieben werden. Filmstart in den österreichischen Kinos ist am 26. Februar.