>> FACTS: Swiss Irontrail

Dienstag, 23. August 2011

201 km zum Titel "König der Berge"

Swiss Irontrail zündet die nächste Stufe

Nach dem Swissalpine in Davos (78 Kilometer) und dem Ultra-Trail du Mont-Blanc (166 Kilometer) wird mit dem Swiss Irontrail die 200er-Grenze überschritten. Die Premiere findet vom 10. bis 12. August 2012 statt, der Start erfolgt in Pontresina, das Ziel befindet sich in Chur.

Der Swiss Irontrail 2012 wird mit 201 km das längste Ein-Etappen-Rennen in den Alpen werden.

Der Swiss Irontrail 2012 wird mit 201 km das längste Ein-Etappen-Rennen in den Alpen werden.

Die facettenreiche Natur-, Kultur- und Berglandschaft Graubündens mit dem weltweit längsten, härtesten und höchst gelegenen Ein-Etappen-Trailrennen neu inszenieren - diese Absicht verfolgen die Organisatoren mit dem Swiss Irontrail. Gemäss Aussage von Initiant Andrea Tuffli ist der Anlass ein sport-touristisches Projekt. "Die Streckenführung ermöglicht es, die Einzigartigkeiten der verschiedenen Regionen zu verbinden. Sie verknüpft aber nicht nur die Vielfalt der Landschaft, sondern auch die Destinationen." Ebenso grosse Bedeutung wie der Wertschöpfung wird der Nachhaltigkeit beigemessen - und zwar hinsichtlich Ökonomie, Ökologie und Gesellschaft.

Auf den Spuren von Giovanni Segantini und Friedrich Nitzsche

Der Swiss Irontrail misst circa 201 Kilometer und setzt somit einen neuen Massstab in der Trail-Running-Szene. Der bisherige "Rekordhalter", der Ultra-Trail du Mont-Blanc (Frankreich), ist 166 Kilometer lang, der Grand Raid de La Réunion (Südafrika) führt über 162 Kilometer. Start- und Zielort des Swiss Irontrail sind Pontresina respektive Chur. Dies aus folgender Überlegung: Pontresina hat im Bergsport eine sehr grosse Tradition, Chur ist die älteste Stadt der Schweiz. Zwischen den beiden Orten gilt es 11 500 Steigungs- und 12 700 Gefällemeter zu meistern. Die Läufer befinden sich dabei auf den Spuren des Malers Giovanni Segantini und des Philosophen Friedrich Nitzsche.

Die landschaftlichen Höhepunkte bilden die Überschreitung des Morteratsch- und des Persgletschers (zwischen Bovalhütte und Diavolezza), der Höhen-/Steinbockweg Fuorcla Pischa über die Segantinihütte bis Muottas Muragl, Fuorcla Surlej über den Hahnensee nach St. Moritz, der Piz Nair - mit seinen 3022 Metern Meereshöhe gilt er als Kulminationspunkt der Veranstaltung -, Fuorcla Crap Alv bis Bergün am Palpuognasee vorbei über den Bahnlehrpfad, der Pass digls Orgels (durch die bündnerischen Dolomiten), das Teilstück mitten durch den Parc Ela mit der Albula-Bernina-Bahnlinie als Unesco-Welterbe sowie das Parpaner Rothorn, das Weisshorn und zum Schluss das Churer Joch.

Drei Distanzen beim Swiss Irontrail

Neben der Hauptstrecke auf der Transversale durch Graubünden, die von den Läufern alles abfordert (Tuffli: "Es geht um den Titel `König der Berge`, wie der - im ebenfalls im Logo enthaltene - Steinbock in der Wildtierwelt"), gibt es zwei kürzere Distanzen: Circa 136 Kilometer (Pontresina-Chur, +8100/-9300) und 69 Kilometer (Chur-Lenzerheide-Arosa-Chur, +/- 5000). Eine Konkurrenz zum - ebenfalls von ihm organisierten - Swissalpine in Davos, der nur zwei Wochen davor stattfinden wird, sieht Tuffli nicht. "Das sind zwei unterschiedliche Welten. Beim Swiss Irontrail liegt der Kilometerschnitt bei den Schnellsten bei siebeneinhalb Minuten, beim Swissalpine beträgt er gerade einmal die Hälfte."

Bildergalerie

26. Swissalpine Marathon Davos 2011

Start und Ziel sind auch beim 26. Swissalpine Marathon 2011 in Davos Ab Bergün beginnt der lange Anstieg zur Keschütte Einmalig beim 26. Swissalpine Marathon Davos 2011: der Sertigpass Anschließend geht es durch das Sertigtal zurück nach Davos

4000 Teilnehmer nach fünf Jahren

Bei der Premiere werden 700 bis 800 Teilnehmer erwartet, in fünf Jahren wird das Überschreiten der 4000er-Grenze anvisiert. Angesprochen werden sollen erfahrene Ein-Etappen-Ultra-(Trail)-Läufer, im Speziellen Teilnehmer (auf Wartelisten) des Ultra-Trail du Mont-Blanc und La Réunion. Die potenziellen Sportler rekrutieren sich aus der Schweiz, Frankreich, Deutschland und Italien. "Der typische Ultra-Trail-Läufer ist ein erlebnisorientierter, naturverbundener Freak oder Amateursportler mit Profitouch, der Abenteuer, Grenzerfahrungen und authentische Erlebnisse sucht", weiss Tuffli.

Der Swiss Irontrail lehnt sich an den Ultra-Trail du Mont-Blanc an, der einen Partneranlass des Swissalpine darstellt. Bei der Gründung im Jahre 2005 war er ebenso revolutionär wie 1986 der Lauf in Davos. Der Ultra-Trail du Mont-Blanc erfreut sich steigender Beliebtheit: Für die letztjährige Austragung hatten sich fast 10 000 Läufer eingeschrieben, zugelassen waren letztlich nur 5500. "Der Mont Blanc besitzt eine ungeheure Anziehungskraft", sagt Tuffli. Seinem jüngsten Kind räumt er eine ebenso grosse Chance ein. "Erstens auf Grund der Distanz, zweitens findet er in einer weltberühmten Gegend statt und wird von einer grandiosen Berg- und Seenlandschaft getragen."

Weitere Infos und eine detailierte Aufstellung der Trails finden sich auf der Website der Veranstaltung unter www.irontrail.ch.

Textquelle: Pressemitteilung; Bildermaterial: © Tuffli Events
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