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Donnerstag, 20. Oktober 2011

10. Transviamala-Lauf in Thusis

Nicht nur Stuttgarter erwarten ein tolles und besonderes Naturerlebnis

Nur aus Chur und Zürich starten am "Transviamala" vom Sonntag in Thusis mehr Läufer als aus Stuttgart. In erster Linie lockt die "herrliche Landschaft" die 20 Sportler aus Süddeutschland an.

2011 geht es zum 10. Mal beim Transviamala durch die Via Mala Schlucht bei Thusis.

2011 geht es zum 10. Mal beim Transviamala durch die Via Mala Schlucht bei Thusis.

Sie wohnen zwar alle in der gleichen Stadt, kennen tun sich indes die wenigsten. Doch alle haben zumindest zwei Gemeinsamkeiten: Die Begeisterung am Laufsport und die Teilnahme am Stuttgarter Zeitungslauf von Ende Mai. Dort waren auch zwei OK-Mitglieder des transviamala run & walk - allerdings nur mit einem Infostand, an dem sie kräftig die Werbetrommel für ihre Veranstaltung rührten. 19 Läufer und ein Walker waren derart beeindruckt, dass sie sich bald einmal für den von Thusis nach Donat führenden Erlebnislauf anmeldeten und sich somit einen der 800 begehrten und limitierten Startplätze sicherten.

"Nie langweilig werdende Strecke"

Bei vielen Stuttgartern stellt am "Transviamala" die 2-Stunden-Grenze eine magische Marke dar. Dies unter anderen bei Michael Wieczorek, welcher die 19 Kilometer mit 750 Höhenmetern nicht nur als körperliche, sondern auch als mentale Herausforderung betrachtet. "Ein tolles Naturerlebnis" erhofft sich Olaf Schweizer. Er ist ein erfahrener Läufer und bewältigte den New York Marathon vor fünf Jahren in 2:58:02 Stunden - und war somit schneller als Lance Armstrong (2:59:36). Sein grösstes Ziel ist es, auf allen Kontinenten mindestens einen Lauf zu absolvieren. Dies, "weil Laufen eine schöne, friedliche Sportart ist, die Menschen verbindet."

Eine "wunderbare und abwechslungsreiche Landschaft sowie eine nie langweilig werdende Strecke" erwartet Jonathan Wache. Einen besonderen Reiz stellen die "Stege und Hängebrücken inmitten einer beeindruckenden Natur" für Sebastian Böhm dar. Am Donnerstag kehrt er von einer dreiwöchigen Reise aus Mexiko nach Hause zurück, am Freitag packt er bereits wieder die Koffer. "In Anbetracht dessen kann ich mir keine persönliche Spitzenzeit zum Ziel setzen", sagt er. Er kommt mit drei weiteren Läufern und - wie er sie bezeichnet - fünf Fans nach Graubünden.

Zur Freude der Touristiker

Die Vorfreude auf den "Transviamala" bei Sebastian Böhm und den anderen Stuttgartern ist gross. Selbst bei Dominik Walter, der nun aber verletzungsbedingt auf eine Teilnahme verzichten muss. Gleichwohl reist er an - und schlüpft in die Betreuerrolle für die vier Laufkollegen, mit denen er regelmässig trainiert. Die Gruppe ergänzen zwei Begleitpersonen, insgesamt verbringt sie drei Tage in der Region.

Praktisch alle Teilnehmer aus dem Süddeutschen Raum übernachten zumindest einmal in Thusis oder der näheren Umgebung und generieren dadurch Wertschöpfung. Dies natürlich zur Freude der Touristiker. "Wenn der Lauf meinen Kameraden gefällt, werden wir nächstes Jahr voraussichtlich wieder dabei sein", sagt Dominik Walter mit Blick auf die elfte Austragung vom 21. Oktober 2012.

"Ein genussvoller Lauf"

Bereits einmal für den transviamala run & walk angemeldet war Henning Meyer; gesundheitliche Gründe verunmöglichten letztes Jahr dann jedoch die Teilnahme. Heuer sollte einem "genussvollen Lauf in einer herrlichen Landschaft" nichts mehr im Wege stehen. Selbiges betrifft Markus Gegenheimer, der den "Transviamala" schon vor zwölf Monaten ins Auge fasste, aus zeitlichen Gründen dann aber von einer Anmeldung absah. Begleitet wird er von seiner Frau Meggi Gegenheimer, die ebenfalls mitläuft.

Markus Gegenheimer schätzt sich glücklich, am "Transviamala" dabei sein zu können. Vor acht Jahren hätte er sich so etwas nicht einmal zu träumen gewagt; wegen eines Bandscheibenvorfalles konsultierte er einen Arzt und las ihn dessen Wartezimmer ein Buch übers Laufen. Dieser Sport begeisterte ihn sofort, und seit er regelmässig die Laufschuhe schnürt "habe ich keine Rückenprobleme mehr". Pikant dabei: Der Arzt hatte ihm damals zu einer Operation geraten...

Drei Tage vor dem 76. Geburtstag

Auch bei Steffen Fritschi liegt der Auslöser fürs Laufen bei gesundheitlichen Problemen. Vor ungefähr eineinhalb Jahren war er stark übergewichtig, begann mit Laufen und nahm in dieser Zeit knapp 30 Kilogramm ab. Geblieben ist jedoch das angeborene Asthma, auf Grund dessen er während des Laufens zeitweise kaum Luft bekommt. Trotz dieser Einschränkung absolvierte er vor knapp drei Wochen erfolgreich seinen ersten Marathon - und das in 4:18 Stunden und am Bodensee.

Über reichlich Lauferfahrung verfügt hingegen Steffen Fritschis Vater Josef Fritschi, der drei Tage nach dem "Transviamala" den 76. Geburtstag feiern kann und im Startfeld der zweitälteste Läufer ist. Dem Laufen frönt er seit seinem 60. Altersjahr - als er in Rente ging. In der Zwischenzeit beteiligte er sich an unzähligen (Halb-)Marathons und Volksläufen; den Höhepunkt stellt der Berlin-Marathon dar, den er 2001 in 3:58 Stunden meisterte. Sowohl Steffen als auch Josef Fritschi erwarten am Sonntag "einen Lauf, der immer als etwas Besonderes in Erinnerung bleibt."

Textquelle: Pressemitteilung; Bildermaterial: © Veranstalter/Thomas Häusermann
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