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Dienstag, 20. September 2011

AIMS und WMM contra IAAF

Verwirrende Neuerung: Weltrekord gegen Weltbestzeit bei Marathon-Damen

Die World Marathon Majors und Association of International Marathons wenden sich gegen die neue Empfehlung des Internationalen Leichtathletikverbandes zu der neuen Bezeichnung von Weltrekorden, bzw. Weltbestzeiten im Damen-Marathon.

Der Vorstand der World Marathon Majors (WMM), dem Zusammenschluss der fünf bedeutendsten Marathons weltweit, und von AIMS, der Vereinigung der Internationalen Marathonläufe (Association of International Marathons), positionieren sich gegen einen Beschluss des Internationalen Leichtathletik-Verbandes IAAF, der bei seinem Meeting anlässlich der Leichtathletik-WM in Daegu Ende August beschloss, dass Marathonzeiten von Frauen zukünftig nur noch dann als "Weltrekord" bezeichnet würden, wenn sie in Rennen erzielt wurden, bei denen nur Frauen am Start waren. Wurden sie in einem gemischten Rennen erzielt, solle man von "Weltbestzeit" sprechen.

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WMM und AIMS sind davon überzeugt, dass eine solche Regelung dem Straßenlauf nicht weiterhilft und plädieren im Gegenteil dafür, zwei separate Weltrekorde zu führen: einen für Zeiten, die in Frauenrennen erzielt wurden und einen für solche, die in gemischten Rennen erzielt wurden.

Nach dieser Regelung der IAAF steht der Marathon-Weltrekord der Frauen nicht bei 2:15:25 Stunden, erzielt von Paula Radcliffe (GBR) 2003 in London, sondern bei 2:17:42, erzielt ebenfalls von der Britin 2005 in London.

AIMS und WMM werden weiterhin die bisherige Regelung anerkennen, da die überwiegende Mehrzahl aller Marathons gemischte Rennen sind. Außerdem entspricht die bisherige Regelung der Geschichte des Marathonlaufs, ganz abgesehen davon, dass eine Neuregelung mehr verwirrt als klärt.

WMM und AIMS heißen die Entscheidung der IAAF gut, seit 2003 offiziell Weltrekorde bei Straßenrennen zu führen, womit der Straßenlauf allgemein und der Marathon im Besonderen gefördert werden.

AIMS repräsentiert mehr als 300 Straßenlauf-Veranstaltungen weltweit, zumeist Straßenläufe. Zu den WMM zählen die Marathons von Boston, London, Berlin, Chicago und New York. Beide Organisationen sind Mitglied in der Road Running Commission der IAAF und sind führende Stimmen in der Straßenlauf-Szene.

Textquelle: Pressemitteilung; Bildermaterial: © 42zwei.com
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