Am 4. September 2011 starteten über 2000 Athleten in den unterschiedlichen Disziplinen zum 12. Fränkische Schweiz Marathon. Herrschten am Morgen noch fast perfekte Marathon-Temperaturen, entwickelte sich einer der schönsten Landschaftsmarathon Deutschlands zu einem wahren Hitzelauf.
Ein Hauch Hawaii in der Fränkischen Schweiz. Schwül-heiße Temperaturen um die 30 Grad machten den Läufern das Leben schwer.
Wieder einmal habe die Franken eine tolle Marathon-Veranstaltung 2011 auf die Beine gestellt. Was im Jahr 2000 mit einem Marathon in Verbindung mit einem autofreien Sonntag begann, hat sich zu einem Klassiker unter den Landschaftsläufen in Deutschland entwickelt. Neben dem Marathon bieten die Veranstalter für Läufer einen 16-km-Lauf und einen Zweier-Team-Lauf aus 16 und 26 km an. Und gerade für die Bedürfnisse von Skatern und Handbikern ist das Streckendesign optimal. Es überraschte nicht, dass bei den Handbikern 2011 ein neuer Teilnehmerrekord gemeldet wurde.
Um 9.00 Uhr starteten insgesamt 2000 Athleten in Forchheim. Nach einer kleinen Schleife durch die Stadt ging es auf die Bundesstraße 470, die zwischen sieben und 19 Uhr für den Autoverkehr gesperrt wurde. Über Ebermannstadt führte die romantische Strecke bis zur Wende an der Sachsenmühle und zurück zum Ziel nach Ebermannstadt. Anfangs herrschten für die Sportler noch gute Bedingungen. Allerdings mussten die Läufer den rasch ansteigenden Temperaturen, verbunden mit einer hohen Luftfeuchtigkeit sorgten für schwül-heiße Bedingungen, Tribut zollen.
Die von Oliver Greger im Vorjahr aufgestellte Bestzeit des von 2:29:06 Stunden war somit nicht in Gefahr. Mit 2:45:31 Stunden konnte Markus-Kristian Stiegler (Turnerbund 1888 Erlangen) den 12. Fränkische Schweiz Marathon 2011 für sich entscheiden. Auf Plätzen folgten Norbert Stadter (TS Herzogenaurach) und Sebastian Apfelbacher (TG Kitzingen).
Im Marathonfeld der Damen konnte die für den LAC Quelle Fürth startende Kerstin Steg ihren dritten Erfolg in Ebermannstadt feiern. Nach 2008 und 2010 legte sie die Strecke durch die Fränkische Schweiz in 3:07:23 Stunden zurück. Es folgten Simon Christel in 3:11:53 Stunden (SSV Forchheim) und Andrea Schadewell 3:22:32 Stunden (Team Icehouse).
"Aufgrund des schwül-heißen Wetters benötigen besonders die Marathonläufer deutlich länger als üblich," so Toni Eckert, Sportlicher Leiter des Fränkische Schweiz Marathon in der Pressekonferenz. "Besonders die Hobbyläufer auf der Marathonstrecke mit Zielzeiten um vier Stunden waren teilweise 20 bis 25 Minuten hinter ihren persönlichen Zielvorgaben zurück." Eckert, der den Fränkische Schweiz Marathon seit seinem Bestehen federführend begleitet, konnte sich nur bei der Premiere 2000 an ähnlich schwere Bedingungen erinnern.
Von den Hilfskräften mussten 35 Läufer behandelt werden. 12 Teilnehmer mussten zur Weiterbehandlung in das Krankenhaus gebracht werden. Ursache war auch hier meist die heißen Temperaturen um 30 Grad in Vorbedingung mit hoher Luftfeuchtigkeit. Ernste Verletzungen im Läuferfeld wurden von den Rettungskräften nicht gemeldet.
Alle Ergebnisse des 12. Fränkische Schweiz Marathon 2011 unter www.fs-marathon.de